3D Inhalte für das Web

15.12.2020 - Jürgen Peters

Wenn es um die Darstellung der eigenen Produkte im Webbrowser geht, wird in der Regel auf Bilder und Videos zurückgegriffen. Dabei bieten moderne Webbrowser alle Funktionen, um Objekte auch dreidimensional und interaktiv darzustellen. Wagen wir einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten.

Inhalte zum “Anfassen”

Statische Medien bieten natürlich den Vorteil, dass sich so real existierende Objekte schnell und einfach im Browser darstellen lassen, haben aber zwei Nachteile. Zum einen erlaubt diese Form der Präsentation nur wenige Interaktionsmöglichkeiten, zum anderen lassen sich individualisierbare Produkte nur exemplarisch oder stark vereinfacht darstellen. Die Beschränkungen des vergangenen Jahres haben noch einmal deutlich gemacht, dass es nicht ausreicht, sich zu sehr auf Showrooms und Filialen zu verlassen. Dabei bietet der Ausbau der eigenen Präsenz im Internet über die aktuelle Situation hinaus Vorteile, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Dreidimensionale Visualisierung ist heute einfacher denn je, und sollte im Zuge einer Digitalisierungsstrategie unbedingt in Betracht gezogen werden.

Beispiel: Visitenkartendesigner

Auch ohne die umständliche Installation von Zusatzsoftware lassen sich mittlerweile aufwendige Objekte realitätsnah darstellen. Die Schlüsseltechnologie heißt WebGL, und diese funktioniert sowohl auf dem Desktop als auch Mobil. Als erstes Beispiel soll ein Konfigurator für eine Visitenkarte dienen. Dieser bietet exemplarisch nur ein paar einfache Freiheitsgrade. Zum einen lässt sich der komplette Text anpassen. Dies ist noch nicht sonderlich spektakulär, ist ähnliches doch auch mit klassischen Mitteln recht überzeugend machbar. Weiter lassen sich aber auch verschiedene Veredelungen auswählen, um das Logo auf der Karte hervor zu heben. Die komplette Karte lässt sich dann zoomen und drehen, um sie komplett betrachten zu können, und so einen Eindruck davon zu bekommen, wie der gewählte Effekt mit dem Licht reagiert. Weitere Materialien ließen sich leicht hinzufügen. Auch das Hochladen von Bildmaterial zur weiteren Individualisierung des Produkts wäre machbar. Der potenzielle Aufwand richtet sich hier maßgeblich nach dem Anspruch daran, wie realistisch die Veredelungen dargestellt werden und in wie weit andere Optionen damit interagieren könnten. Es wären z.B. Cut-Outs oder abweichende Formate oder Medien wie Klapp- oder Grußkarten denkbar.

Beispiel: Möbelkonfigurator

Das zweite Beispiel - ein Konfigurator für Holzregale - setzt andere Schwerpunkte. In Punkto Oberflächenbeschaffenheit lassen sich hier lediglich verschiedene Holzarten auswählen. Das Hauptmerkmal ist die Möglichkeit, weitere Regalwände und -böden hinzuzufügen oder zu entfernen, sowie die Breite und Höhe der Elemente, sowie die Dicke und Fase der Bretter zu ändern. Die Seite lädt zum experimentieren ein, und soll die Kund*in dazu anregen, sich das eigene Traumregal zu konfigurieren. Dabei sollte großes Augenmerk darauf gelegt werden, dass die Darstellung im Browser möglichst gut das später gelieferte Produkt widerspiegelt. Natürlich lässt sich die genaue Maserung des Holzes nicht vorab darstellen, sie sollte aber zumindest den gleichen Gesamteindruck des späteren Produkts widerspiegeln. Vor allem bei der Änderung der Maße des Modells wird daher darauf geachtet, dass die Darstellung des Holzes nicht verzerrt wird. Weiter lässt sich die Farbe des Bodens und der Wand vor die das Regal gestellt wird anpassen.

Fazit

Ein wichtiges Merkmal dieser Technologie ist die Interaktivität. Selbst wenn Kund*innen nur häufiger an einem Konfigurator “herumspielen” kann dies bereits förderlich für die Bindung an das Produkt sein, und die Chancen für einen späteren Verkauf erhöhen. Gleichzeitig erhalten Kund*innen aber auch den Mehrwert, dass sie sich selbst einen besseren Eindruck vom Produkt und dessen Beschaffenheit machen und auch besser einschätzen können, welche Optionen am ehesten den eigenen Wünschen entsprechen. Letztlich ist es vor allem langfristig für beide Seiten vorteilhaft, wenn das bestellte Produkt möglichst genau den Kundenwünschen und Vorstellungen entspricht.

Die hier erwähnten Demos zeigen natürlich nur einen kleinen Ausschnitt des tatsächlich machbaren. Eine breite Palette anderer Produkte ist genau so denkbar, wie die Präsentation interaktiver Lerninhalte oder die Aufbereitung verschiedenster Daten. Auch denkbar wären Video und Bildexport damit zukünftige Kund*innen ihre Vorfreude auf die nächste Anschaffung schon einmal in Social Media teilen können, oder das Erzeugen von Konfigurationslinks, die anderen die Möglichkeit geben, die erstellte Konfiguration mit nur einem Klick direkt selbst auf Ihrer Webpräsenz aufrufen zu können. Für die Produktion lassen sich die passenden Maße und sonstige Merkmale direkt im passenden Format aufbereiten, damit Bestellungen zügig und mit möglichst geringen Reibungsverlusten bearbeitet werden können.

Interesse?

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung bieten 3D-Inhalte für viele Firmen eine sinnvolle Ergänzung zu anderen, bereits bestehenden Angeboten. Egal ob Sie sich unsicher sind, ob diese Form der Präsentation für Ihr Vorhaben passend ist oder bereits erste Ideen haben, wie diese Technologie Ihren Erfolg unterstützen kann: Sprechen Sie uns an. Gerne beraten wir Sie in einem unverbindlichen Vorgespräch.